Die Anfänge des Weihnachtsbaumes


Der Ursprung des Weihnachtsbaumes wird in der germanischen Mythologie vermutet, in der immergrüne Nadelbäume als Lebens- und Fruchtbarkeitssymbol galten. Im Mittelalter wurden zur Wintersonnenwende öffentliche Plätze, Kirchen und Höfe mit Tannenzweigen oder Tannenbäumen geschmückt, in die man Äpfel, Zapfen und Nüsse hängte. Erst um 1700 wurden in Straßburg die ersten Nadelbäume im Hausinneren aufgestellt. Der Christbaumschmuck symbolisierte die Blüten und Früchte des Baumes und damit die Hoffnung auf ein fruchtbares Jahr. Die im 18. Jahrhundert zunächst an den Weihnachtsbäumen der Fürstenhöfe angebrachten Kerzen brachten Licht und Zuversicht in die dunkle Jahreszeit.

Der Weihnachtsbaum im 19. JahrhundertMit einem Male fängt es im großen Saale an zu klingeln und zu trommeln. Die Türen werden aufgestoßen und drinnen strahlt es noch heller als im kleinen Zimmer. Da steht ein großer Tannenbaum, wohl mit fünfzig brennenden Weihnachtslichtern und ganz behängt mit goldenen und silbernen Äpfeln, Nüssen, Mandeln, Eiern und mancherlei Zuckerwerk." (Elise Averdieck, 1850).In Hamburg und den Städten Schleswig-Holsteins hielt der Weihnachtsbaum erst Anfang des 19. Jahrhunderts Einzug ins bürgerliche Interieur.

Zunächst blieben die raren Weihnachtsbäume allerdings dem Großbürgertum vorbehalten. Aus Angst vor Plünderungen in den umliegenden Wäldern mußte bei der Einfuhr in die Stadt Hamburg der rechtmäßige Erwerb der Weihnachtsbäume nachgewiesen werden. In den baumlosen Marschenregionen behalf man sich mit hölzernen Weihnachtsgestellen, die mit immergrünem Buchsbaum oder Efeu geschmückt wurden. Auch im 19. Jahrhundert bestand der Christbaumschmuck überwiegend aus eßbaren Früchten und Süßigkeiten.

Nach dem Ausbau des Eisenbahnnetzes in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde eine umfangreiche Belieferung der Städte mit Weihnachtsbäumen möglich. In Fabriken wurden die im Vergleich zu Wachskerzen erschwinglichen Stearinkerzen hergestellt. Der geschmückte Weihnachtsbaum entwickelte sich nun in allen Bevölkerungsschichten zum Mittelpunkt des Weihnachtsfestes. Weihnachtsbaumplantagen und ökologische Weihnachtsbäume War es im 19. Jahrhundert noch überwiegend die Rotfichte oder auch Eibe, Kiefer oder Stechpalme, so setzte sich im 20. Jahrhundert immer mehr die Verwendung von fremdländischen Nadelbaumarten durch.

Die heute beliebteste Art unter den Weihnachtsbäumen ist die aus dem Kaukasus stammende Nordmanntanne. Aber auch Blaufichte, Edeltanne und Küstentanne aus Nordamerika sowie die Koreatanne sind erhältlich. In Weihnachtsbaumplantagen werden diese Arten in großem Umfang angepflanzt. Jedes Jahr werden in Deutschland über 22 Millionen Weihnachtsbäume verkauft, von denen 90% aus Deutschland kommen. Mittlerweile gibt es als Alternative zu den mit Mineraldüngern und Pestiziden belasteten Monokulturen Weihnachtsbäume aus anerkannt ökologischen Weihnachtsbaumkulturen oder ökologischer Forstwirtschaft. Die Hamburger Forstämter verkaufen beispielsweise seit einigen Jahren Weihnachtsbäume, die bei der Umwandlung der Nadelforste zu Laubwäldern entnommen wurden. Hamburgs Forstwirtschaft ist seit 1998 nach den Richtlinien des FSC (Forest Stewardship Council) zertifiziert.

Dieses ist das international bekannteste Gütesiegel für eine sozial und ökologisch vertretbare Forstwirtschaft. Auch der Baumschmuck hat sich verändert. Die Äpfel werden heute meist durch bunte Christbaumkugeln ersetzt und die Kerzen sind elektrischen Lichterketten gewichen. Nicht nur Tannengrün Eine Sensation waren Bäume und Sträucher, die in Wintern mit besonders milder Witterung bereits zur Weihnachtszeit blühten. Dieses Wunder der blühenden "Christbäume" konnte man nachahmen, indem man Äste von Obstbäumen ins Haus holte. Als Barbarazweige ist der Brauch am 4. Dezember, dem Namenstag der heiligen Barbara, Äste von Apfel- und Kirschbäumen in die Vase zu stellen, um sich zur Weihnachtszeit an ihren Blüten zu erfreuen, noch heute bekannt.

Auch andere im Winter blühende Pflanzen hatten mystische Bedeutung. Der in Europa heimischen Christrose wurden besondere Kräfte beim Schutz vor Unheil nachgesagt. Seit einigen Jahren werden die Zweige der immergrünen Mistel als Friedenssymbol über die Türrahmen gehängt. Ebenso wie der Mistelbrauch stammt auch die Verwendung der Stechpalme als Türschmuck aus England. Die stacheligen Blätter der Stechplame stehen für die Dornenkrone Christi, während die roten Früchte die Blutstropfen symbolisieren. Bei den Topfpflanzen haben sich einige exotische Arten im weihnachtlichen Blumenhandel etabliert. Der aus den Tropen stammende Weihnachtsstern fehlt zur Weihnachtszeit auf keiner Fensterbank. Auch der in Brasilien beheimatete Weihnachtskaktus, eine üppig blühende Kaktusart ohne Dornen, hat sich in neuerer Zeit zu einer beliebten Weihnachtspflanze entwickelt.

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